{"id":2703,"date":"2024-08-05T13:57:54","date_gmt":"2024-08-05T11:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/sabineschueller.com\/?p=2703"},"modified":"2025-01-11T10:59:33","modified_gmt":"2025-01-11T09:59:33","slug":"schreib-dein-eigenes-programm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sabineschueller.com\/?p=2703","title":{"rendered":"Schreib dein eigenes Programm\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wir mit hirngerechten Strukturen ein erf\u00fclltes Leben kreieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer neue Verhaltensmuster etablieren will, muss dranbleiben, aber vorher Platz schaffen im Kopf. Wie das funktioniert verr\u00e4t uns Yvonne Diewald, Neurocoachin und Transformationsexpertin im Interview \u00fcber ihr neues Buch REMIND &#8211; Dein Gehirn kann mehr als du glaubst!<\/p>\n\n\n\n<p>Kein anderes Organ ben\u00f6tigt soviel Energie, wie unser Gehirn. darum liegt der Schluss nahe, unser Gehirn tut alles daf\u00fcr, um zu sparen. F\u00fcr uns und unsere Verhaltensmuster nicht immer f\u00f6rderlich, wenn wir etwas ver\u00e4ndern wollen. Ein \u201egutes\u201c, aber neues Muster, durch ein altes zu ersetzen, das kann schwer werden, aber warum? \u201eWeil wir oft nicht erkennen, dass zuvor das alte Muster weg muss aus unserem Kopf, weil unser Gehirn, immer, und ich meine wirklich immer, auf das alte zur\u00fcckgreift\u201c, so Diewald.<br><br>Aber warum ist das so? Ganz simpel, weil es Energie sparen will. Dem Gehirmn ist es prim\u00e4r v\u00f6llig schnuppe, ob wir als Mensch etwas f\u00fcr ein positives oder negatives Muster erachten, es ist im Gegensatz zu uns v\u00f6llig wertfrei. Es verarbeitet eingehende Impulse, egal ob es eine Sinneswahrnehmung ist, ein Musekelimpuls oder ob als Reaktion auf ein Verhalten, ein altes Muster \u201egetriggert\u201c wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Beispiel aus dem Alltag &#8211; neue Muster schaffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine junge Frau, w\u00fcnscht sich mehr Bewegung und m\u00f6chte einen ges\u00fcnderen Lebensstil etablieren. Sie schildert folgendes Dilemma:<br>\u201eImmer wieder l\u00e4uft es nach dem gleichen Muster, jedesmal tappe ich in die gleiche Falle, jeden Abend die gro\u00dfe Ern\u00fcchterung, nachdem ich wieder mal gescheitert bin. Morgen, morgen fr\u00fch fang ich damit an, 30. Minuten Bewegung, jeden Tag, kann doch nicht so schwer sein.\u00a0<br>Und wieder war der Tag vorbei, und wieder hab ich nicht angefangen? was l\u00e4uft da eigentlich bei mir schief?\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Gespr\u00e4ch mit Yvonne Diewald wei\u00df die junge Frau mehr: \u201eEs ist ein neuronales Muster, das seinen Job macht, mich n\u00e4mlich sch\u00f6n da zu halten wo ich gerade bin, wie bitte?! Ja richtig geh\u00f6rt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum ist das so? Die Erkl\u00e4rung ist einfach, um Energie zu sparen. Den unser Gehirn liebt es Energie zu sparen. Wenn wir etwas Neues lernen kommt unser Pr\u00e4frontaler Cortex ins Spiel, dort sitzen die Pyramiedenzellen, und die brauchen unendlich viel Energie und sind sehr langsam. Das ist der Grund warum es uns am Anfang soviel Kraft kostet. Sobald unser Gehirn jedoch ein Muster erkennt, will es diesen Impuls in einen anderen Bereich des Gehirns auslagern, der sitzt hinten im Kopf, und den Job von den Basalganglien erledigten lassen. Warum? Weil sie enorm schnell sind und wenig Energie brauchen. Das kuriose an der Sache ist, beide Gehirnareale sind nicht miteinander verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Was uterscheidet diese von Diewalds Ansatz: \u201eSie sind damit besch\u00e4ftigt, die neuen Muster zu schaffen, vergessen aber das im \u201eWir planen vorne, aber hinten sitzt das alte Programm, und wir haben keinen Zugriff darauf!\u201c<br>Will hei\u00dfen, die alten Muster m\u00fcssen erst mal raus, bevor die neuen greifen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erfolgreich Ziele umsetzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was unterscheidet nun aber die Menschen, die ihre Ziele erfolgreich umsetzen von denen, die scheitern? Es ist nur eine einzige Sache, sie haben eine Struktur im Kopf, die sagt: \u201eIch schaffe das, komme was wolle! Sie haben ein klares Ziel, allein die Aussage: \u201eJa ich versuche das mal\u2026!\u201c, ist geplantes Scheitern. Denn das Ergebnis klar vor Augen zu haben, ist der einzige kleine aber feine Unterschied, der den Erfolg ausmacht!\u201c, so die Neurocoachin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Beispiel der jungen Frau. Was w\u00fcrde ihr jetzt helfen? Neben der Selbstreflektion, welches alte Muster gerade bei ihr abl\u00e4uft, dieses ganz gezielt unterbrechen, immer und immer wieder. Parallel f\u00fcr das neue Muster Impulse setzen, und zwar solange bis das neue Muster auf Autopilot l\u00e4uft. Und wenns schwer wird, die tiefe \u00dcberzeugung: \u201eIch schaffe das!\u201c, ganz fokussiert zu bleiben, bis aus den anf\u00e4nglichen M\u00fchen ein neuronales Muster wird, weil die Basalganglien jetzt den Job erledigen, und Scheitern gedanklich keine Option mehr ist. Denn unser Gehirn kennt nur ein JA oder NEIN!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Sabine Sch\u00fcller<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wir mit hirngerechten Strukturen ein erf\u00fclltes Leben kreieren Wer neue Verhaltensmuster etablieren will, muss dranbleiben, aber vorher Platz schaffen im Kopf. Wie das funktioniert verr\u00e4t uns Yvonne Diewald, Neurocoachin und Transformationsexpertin im Interview \u00fcber ihr neues Buch REMIND &#8211; Dein Gehirn kann mehr als du glaubst! 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